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Gründung und aufsuchende Arbeit
1997 hat ein Team um den Sozialmediziner Prof. Dr. Gerhard Trabert unseren Verein in Mainz gegründet, um die Gesundheitsversorgung für armutsbetroffene und insbesondere wohnungslose Menschen zu verbessern.
Aus der Praxis heraus hat sich früh das „Mainzer Modell“ mit aufsuchender medizinischer Versorgung entwickelt, unter anderem durch ein Arztmobil.
Zivilgesellschaftliches Engagement und globale Projekte
Von Beginn an engagieren wir uns neben der praktischen Arbeit in Mainz auch politisch und öffentlich dafür, strukturelle Ursachen von Armut und ungleicher Gesundheitsversorgung sichtbar zu machen und zu verändern.
Armut ist ein globales Problem. Deshalb kooperieren wir ebenfalls von Anfang an mit Partner*innen im Ausland für unsere Ziele: Menschenwürde und gute Gesundheitsversorgung für alle.
Kinder- und Jugendangebote
2008 haben wir gesundheitsfördernde Angebote für Kinder und Jugendliche in Gemeinschaftsunterkünften für geflüchtete Menschen aufgebaut.
Daraus ist das mobile Projekt „Street Jumper“ entstanden, das bis heute unter der Leitung von Gisela Bill Kinder und Jugendliche in benachteiligten Stadtteilen in Mainz erreicht.
Ambulante medizinische Versorgung und soziale Beratung
2013 hat Prof. Dr. Gerhard Trabert mit Krankenschwester Ingrid Obst unsere Ambulanz auf der Mainzer Zitadelle eröffnet. Sie bietet medizinische Versorgung für Menschen ohne oder mit unzureichender Krankenversicherung.
Parallel dazu haben wir mit Nele Wilk eine soziale Beratung aufgebaut, die vor allem Zugänge zum Sozial- und Gesundheitssystem klärt und begleitet.
Seit 2019 wird dieser Bereich als Clearingstelle Krankenversicherung Rheinland-Pfalz vom Land gefördert.
Genesungsräume
2014 haben wir ein erstes „Genesungszimmer“, 2017 unsere „Genesungswohnung“ angemietet, um wohnungslose oder unzureichend versorgte Menschen nach Krankheiten oder Klinikaufenthalten sicher unterzubringen.
2024 kam das „Haus Bahar“ als Schutzraum für FLINTA* hinzu, 2025 eröffneten wir drei „Genesungszimmer“ unterhalb unserer Ambulanz auf der Zitadelle.
2026 wurden diese Angebote im Arbeitsbereich „Wohnen + Genesen“ zusammengeführt.
Schwerer Schlag und Zukunftsperspektive
Wegen einer plötzlichen, schweren Erkrankung konnte Prof. Dr. Gerhard Trabert sein Engagement für unseren Verein ab 2025 nicht mehr fortführen.
Sein Ausfall bedeutete für uns einen tiefen Einschnitt und stellte uns vor große Herausforderungen.
2026 ist er als 1. Vorsitzender ausgeschieden und zum ersten Ehrenmitglied des Vereins ernannt worden.
Zugleich hat sich der Vorstand personell neu aufgestellt und eine hauptamtliche Geschäftsführung eingeführt.
Damit schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Arbeit langfristig fortzuführen und weiterzuentwickeln.

















