Kinder und Jugend
Nicht alle Kinder und Jugendlichen haben die gleichen Möglichkeiten, gesund aufzuwachsen. Armut und schwierige Lebensbedingungen können ihren Alltag prägen und sich auf ihre körperliche und psychische Gesundheit, Entwicklung und ihre Zukunftschancen auswirken.
Mit unseren Angeboten schaffen wir Räume für Bewegung, Begegnung und gesundheitsfördernde Erfahrungen für Kinder und Jugendliche in benachteiligten Stadtgebieten. Wir sind dort, wo die sie ihren Alltag verbringen, und orientieren uns an ihren Bedürfnissen.
Lücken im System
In Deutschland ist fast jedes vierte Kind von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich im unteren Drittel. Armut schränkt Chancen auf Gesundheit, Teilhabe und ein gutes Aufwachsen ein.
Wie Kinderarmut bekämpft wird, wie Schulen und soziale Angebote ausgestattet sind und welche Unterstützungsmöglichkeiten Kinder und Familien bekommen, sind politische Entscheidungen.
Unsere Projekte können diese Ungerechtigkeiten nicht beseitigen; sie können den Kindern und Jugendlichen aber etwas Bewegung, Gemeinschaft und positive Erfahrungen ermöglichen.
Unsere Projekte
Street Jumper
Mit unserem Street Jumper bieten wir seit 2008 Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Wohngebieten in Mainz einen Raum für soziale Interaktionen und gesundheitliche Präventionsmaßnahmen: Durch Spiel und Sport, Entspannungsangebote, Kochen, Backen, Essen, Reden und kreatives Gestalten wollen wir die Lebensqualität der jungen Menschen positiv beeinflussen.
Herzstück unseres Angebots ist ein bunt gestaltetes Wohnmobil mit gemütlicher Sitzecke. Darin ist auch bei schlechtem Wetter Platz für Gespräche und individuelle Beratung und es gibt immer die Möglichkeit, sich beispielsweise zum Lesen zurückzuziehen.
Der Street Jumper sucht regelmäßig folgende Wohngebiete auf: die Gustav-Mahler-Siedlung (Lerchenberg), die Elsa-Brändström-Straße (Gonsenheim) sowie den Layenhof zwischen Finthen und Wackernheim.
Der Street Jumper ist mit über 150 Einsätzen pro Jahr für rund 170 Kinder und Jugendliche eine feste Anlaufstelle. Für den gesunden Imbiss stellen wir fast 1.000 kg Obst und Gemüse bereit.
Ferienerlebnisse
In den Schulferien unternehmen wir gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Ausflüge und bieten ihnen besondere Ferienerlebnisse an.
Ob Schlittschuhlaufen, Theaterbesuch, Weihnachtsmarkt, Kochkurs oder eine mehrtägige Ferienfreizeit in einer Jugendherberge: Viele dieser Erlebnisse wären für Familien mit wenig Geld kaum finanzierbar.
So haben die Kinder und Jugendlichen Gelegenheit, Neues auszuprobieren, andere Orte kennenzulernen und gemeinsam eine unbeschwerte Zeit zu verbringen.
Die begrenzten Plätze sind immer sofort ausgebucht und die Ausflüge außerordentlich beliebt!
Sprach- und Lernkurse
Auf dem Layenhof bieten wir Deutschunterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Die Teilnehmenden bringen unterschiedliche Vorkenntnisse, Sprachen und Lernbedürfnisse mit. Deshalb gestalten wir den Unterricht flexibel und richten ihn an ihren individuellen Voraussetzungen aus.
Einen besonderer Schwerpunkt legen wir auf praxisnahes Lernen: Beim gemeinsamen Kochen, bei kreativen Angeboten oder auf Ausflügen verbinden wir Sprache mit konkreten Alltagssituationen. So können die Teilnehmenden neue Wörter direkt anwenden und ihre Sprachkenntnisse festigen.
Auch auf Sprachprüfungen bereiten wir gezielt vor.
Snoezelen
Der Begriff Snoezelen ist eine Verknüpfung der niederländischen Verben „sniffelen“ für schnüffeln, und „doezelen“ für dösen. Er beschreibt einen Weg zur Förderung der Gesundheitskompetenz bei Kindern und Jugendlichen.
Ein Snoezelen-Raum ist ein Entspannungsort, an dem Kinder durch Licht, Musik, Gefühl, Geruch oder Geschmack Sinneserfahrungen machen. Sie lernen, zur Ruhe zu kommen, sich zu entspannen und ein positives Selbstbild zu entwickeln. Dabei erfahren sie Wertschätzung und Verständnis.
Unser Snoezelen-Raum befindet sich in der Goethe-Grundschule in der Mainzer Neustadt. Gemeinsam mit der Schule erarbeiteten wir das Konzept komplementär zum Unterricht, also als institutionalisierte Ergänzung über den Standardlehrplan hinaus.
Das Angebot wird gerne und viel genutzt: Pro Schuljahr wird etwa 2.400 Mal „gesnoezelet“ – von Kindern aus 16 Klassen.
Das Team
Gisela Bill leitet den Arbeitsbereich und ist auch im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising aktiv.
Die pädagogische Arbeit mit den Kindern wird von Karl Steffen „Kalle“ Winkler, Stina Schäfer-Winkler und Kerstin Werum geleistet, unterstützt von Honorarkräften bzw. ehrenamtlichen Übungsleiter*innen und in den Ferien auch von Veronika Hieronymus.
Veronika Hieronymus leitet das Snoezelen-Projekt und Stina Schäfer-Winkler die Sprachkurse.
Unterstützen Sie benachteiligte Kinder und Jugendliche in Mainz!
Ohne Spenden könnten wir unsere Angebote nicht realisieren.
Jeder Cent, den Sie uns überweisen, wird zum Erhalt unserer Projekte eingesetzt.
