Zivilgesellschaftliches Engagement

Neben der praktischen Arbeit in Form unserer verschiedenen Angebote für Menschen in Notlagen ist es unserem Verein ein Anliegen, sich zivilgesellschaftlich zu engagieren:
Quer durch alle Arbeitsbereiche betreiben wir Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit zur Lebens- und speziell Gesundheitssituation benachteiligter Menschen und beteiligen uns an gesellschaftspolitischen Kampagnenbündnissen zu diesen Themen.

Kultur

Kultur ist für uns ein wichtiger Teil des zivilgesellschaftlichen Engagements. So können wir gesellschaftspolitische Themen und Ungerechtigkeiten aufgreifen, Menschen zusammenbringen und an diejenigen erinnern, die aus dem gesellschaftlichen Blick geraten sind.

Veranstaltungen

Mit eigenen Veranstaltungen und Kooperationen verbinden wir Kultur mit gesellschaftspolitischen Themen und unserer praktischen, kritischen Arbeit. Dazu gehören Konzerte, Festivals und Theatervorführungen ebenso wie unsere Beteiligung an Veranstaltungen anderer Organisationen.

2026 findet beispielsweise unser Mini-Festival „Nie wieder ist jetzt!“ zum dritten Mal statt. Mit Musik, Informationsständen und Mitmach-Aktionen treten wir dort gemeinsam mit anderen für eine offene und solidarische Gesellschaft ein.

Regelmäßig beteiligen wir uns außerdem an den Festen auf der Mainzer Zitadelle und kommen dort mit Besucher*innen über unsere Arbeit ins Gespräch. Auch bei Stadtfesten, Benefizveranstaltungen und Konzerten sind wir mit Informationsständen, musikalischen Beiträgen oder Lesungen vertreten.

Gedenkkultur

Es ist uns auch wichtig, an verstorbene Menschen zu erinnern, die während ihres Lebens aufgrund von Armut ausgegrenzt wurden.

Prof. Dr. Gerhard Trabert initiierte das Denkmal „diffamiert“, das seit 2025 auf dem Petersplatz in Mainz steht. Wir erinnern damit an jene Menschen, die die Nationalsozialisten als „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ verfolgten, folterten und ermordeten. Viele von ihnen waren wohnungs- oder obdachlos. Zugleich wollen wir damit vor aktuellen Entwicklungen mahnen, die Menschen ausgrenzen und abwerten.

Außerdem beteiligen wir uns regelmäßig am ökumenischen Requiem in St. Bonifaz oder an Trauerveranstaltungen für Menschen, die ohne festen Wohnsitz gelebt haben und verstorben sind.

Bündnisarbeit

Um Versorgungslücken sichtbar zu machen und strukturelle Verbesserungen zu erreichen, arbeiten wir in verschiedenen Netzwerken und Bündnissen mit. Dazu gehören Fachverbände, zivilgesellschaftliche Initiativen und politische Gremien auf kommunaler, Landes- und Bundesebene.

Wir tauschen uns kontinuierlich mit sozialen Einrichtungen, Krankenhäusern, Beratungsstellen, Initiativen und Selbstvertretungsorganisationen aus. Gemeinsam arbeiten wir daran, Zugänge zur Gesundheitsversorgung zu verbessern und bestehende Unterstützungsstrukturen weiterzuentwickeln. Wir engagieren uns unter anderem im Bundesverband Anonymer Behandlungsschein und Clearingstellen für Menschen ohne Krankenversicherung sowie in der Nationalen Armutskonferenz, insbesondere deren Arbeitsgruppe Gesundheit.

Auch an öffentlich sichtbaren Aktionen beteiligen wir uns, etwa am „Marche des Parapluies“ zum Weltflüchtlingstag.

Regelmäßig sind wir außerdem in Kontakt mit Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung und Fachöffentlichkeit, um sie über unsere Arbeit zu informieren und über Lösungen für bestehende Versorgungslücken zu sprechen.

Bildung

Wir halten Vorträge und führen Schulungen durch, beispielsweise an Kitas, Schulen und Hochschulen, bei Jobcentern, in Gesundheitsämtern oder bei Fachveranstaltungen wie dem Kongress Armut und Gesundheit in Berlin.

Thematisch geht es unter anderem um Armut und Gesundheit, Wohnungslosigkeit, den oft schwierigen Zugang zum Gesundheitssystem, geschlechtsspezifische Benachteiligung und strukturelle Barrieren in der Versorgung.

Auch intern legen wir großen Wert auf Fort- und Weiterbildung. Themen sind beispielsweise Leichte Sprache, Existenzrecht, Schulden, Migrationsrecht, Tod und Trauer, Suchtmedizin sowie Erste Hilfe.

Darüber hinaus beteiligen wir uns an der Ausbildung von medizinischem Fachpersonal, etwa durch Lehrtätigkeiten in Vorbereitungskursen für die Anerkennungsprüfung ausländischer Ärzt*innen.

Presse

Mit Pressemitteilungen, Interviews, Fachartikeln und Medienbeiträgen machen wir auf strukturelle Ungerechtigkeiten aufmerksam und bringen Erfahrungen aus unserer praktischen Arbeit in öffentliche Debatten ein. Dabei geht es meist um den Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit, Wohnungslosigkeit, den oft schwierigen Zugang zur Gesundheitsversorgung und soziale Ausgrenzung.

Wir reagieren außerdem auf politische und gesetzliche Entwicklungen, die die Lebenssituation und den Zugang zu Unterstützung für sozial benachteiligte Menschen verschlechtern.

Wir weisen auf mögliche Folgen hin und beziehen öffentlich Position.

Darüber hinaus stehen wir Journalist*innen gerne als Kontaktpersonen zur Verfügung.

Werden Sie Botschafter*in für das Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung!

Zeigen Sie Zivilcourage und intervenieren Sie, wenn über armutsbetroffene Menschen abfällig gesprochen wird.
Teilen Sie unsere Beiträge in Ihrem Bekannten- oder Kund*innenkreis oder bei Social Media;
verteilen Sie unsere Flyer und Broschüren und machen Sie Werbung für unseren Verein. Das hilft uns sehr!

Wenn Sie Ideen für öffentlichkeitswirksame Aktionen, Veranstaltungen oder Kooperationen haben:

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