Aktuelles

Finanzministerin Ahnen zu Besuch bei uns

Vergangene Woche hatten wir die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen zu Gast. Sie besichtigte unsere Räumlichkeiten und informierte sich über die Arbeit unseres Vereins, besonders über die von uns getragene und vom Land finanzierte Clearingstelle Krankenversicherung Rheinland-Pfalz. Wir bieten Menschen, die keinen oder keinen ausreichenden Krankenversicherungsschutz haben, medizinische Versorgung an, und unterstützen sie dabei, wieder einen Weg in die Krankenversicherung und damit zurück in die soziale Absicherung zu finden. Für viele Betroffene ist dieser Weg ohne Beratung kaum zu bewältigen. Fast 1000 Menschen in Rheinland-Pfalz konnten wir so wieder in die reguläre Krankenversicherung vermitteln. „Gesundheit darf keine Frage der sozialen Herkunft sein. Der Mainzer Verein Armut und Gesundheit in Deutschland e.V. und die Clearingstelle Krankenversicherung leisten unverzichtbare Arbeit, um Menschen ohne ausreichenden Krankenversicherungsschutz Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Dass die Clearingstelle seit mehreren Jahren durch die rheinland-pfälzische Landesregierung gefördert wird, ist ein wichtiger Schritt, um die gesundheitliche Versorgung sozial benachteiligter Menschen zu verbessern und nachhaltig Armut zu bekämpfen“, erklärte Staatsministerin Doris Ahnen bei Ihrem Besuch. Diese Arbeit braucht verlässliche Strukturen und eine langfristige Finanzierung. Menschen ohne Krankenversicherungsschutz gehen häufig erst dann zum Arzt, wenn Beschwerden bereits fortgeschritten und schwerwiegend sind. Daraus können sehr hohe Behandlungskosten entstehen. Eine frühzeitige Beratung und die Rückkehr in eine Krankenversicherung sind deshalb nicht nur sozial notwendig, sondern auch volkswirtschaftlich sinnvoll. Die (Rück-)Vermittlung in die Krankenversicherung, das sogenannte Clearing, bietet unser Verein seit 2013 an. Seit 2019 unterstützt uns das Land dabei finanziell. Am Montag konnten wir uns mit Ministerin Ahnen darüber austauschen, wie wichtig diese Unterstützung auch in Zukunft bleiben wird und warum diese gut funktionierenden bestehenden Strukturen nicht infrage gestellt werden dürfen, sondern eher eines Ausbaus bedürfen. Wir danken für die offenen Ohren, die interessierten Nachfragen und das freundliche, zuversichtliche Gespräch! Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht, für dessen Umsetzung der Staat verantwortlich ist. Deshalb ist

Vor einem Banner von a+G stehen 5 Menschen: Jari Trabert, Sebastian Maaßen, Nele Wilk und Katharina Holl von a+G und in der Mitte Finanzministerin Doris Ahnen.

Willkommen auf unserer neuen Website!

Wir freuen uns, Ihnen unsere neue Website vorzustellen! Hier können Sie ab sofort viel entdecken. Unsere Website soll vor allem ein guter Wegweiser sein: Wer Hilfe oder Rat sucht, soll auf unserer Website möglichst schnell das finden, was wichtig ist. Deshalb gibt es einen eigenen Bereich für Menschen, die medizinische oder beraterische Unterstützung in Mainz brauchen. Die beiden Bereiche Medizin und Beratung führen direkt zu unseren passenden Angeboten. Wir sprechen Menschen dort in einfacher, verständlicher Sprache an und möchten den Zugang zu unseren Hilfen so niedrigschwellig wie möglich gestalten. Auch Kontaktformulare finden Sie dort, über die Sie mit uns in Verbindung treten können. Denn: Alle Menschen haben ein Recht auf Gesundheitsversorgung. Dafür setzen wir uns ein. Das ist auch das Motto unserer Website. Wer sich näher über Armut und Gesundheit in Deutschland e. V. informieren möchte, findet auf der Website ausführliche Informationen über unsere Arbeitsbereiche, unseren Verein und Möglichkeiten, unsere Arbeit zu unterstützen. Natürlich gibt es auch wieder eine Rubrik Aktuelles: mit Neuigkeiten, Veranstaltungen und Einblicken in das, was bei uns passiert. Wir wollen nachvollziehbar machen, wer wir sind, wie wir arbeiten und wofür wir stehen. Deshalb finden Sie in unserem Info-Bereich auch zahlreiche Dokumente, unter anderem: Der neue Internetauftritt ist Teil unserer umfassenden Designüberarbeitung, die im vergangenen Jahr begonnen hat. Umgsetzt wurde sie von unserer Geschäftsstelle, mit Unterstützung von Luca Klein und Jan Ramroth. Der Anlass für die Überarbeitung war zunächst ein eher unerfreulicher: Wir mussten unser bisheriges Logo nach einer Abmahnung durch eine Marke (mit rotem Kreuz…) ändern. Unser altes Logo durften wir wegen seines roten Pluszeichens zwischen dem kleinen „a“ und großen „G“ nicht weiter verwenden. Deshalb mussten wir unser Material entsorgen und neu gestalten. Mit der Umgestaltung der Website schließen wir diesen Prozess nun weitestgehend ab. Die letzte große Umgestaltung lag bereits einige Jahre zurück: Seit

Zusammenhalt statt Hetze: Nie wieder ist Jetzt!

Die Wahlergebnisse von gestern in Sachsen-Anhalt sind schwer zu verdauen. Und auch in Rheinland-Pfalz sind wir nicht vor rechter Hetze geschützt. Doch die löst keine Probleme, macht das Gefühl des Abgehängtseins nicht kleiner und bringt uns als Gesellschaft nicht weiter. Was stattdessen hilft? Zusammenhalt, Solidarität und Orte, an denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen. So wie bei unserem „Nie wieder ist Jetzt!“ Mini-Festival. Im August sind dort über 600 Menschen zusammengekommen, haben gemeinsam fantastische Musik erlebt, sich ausgetauscht und ein klares Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Menschenliebe gesetzt. Auch an den Aktionsständen war einiges los. Bei Fallschirm Mensch, Eltern gegen Rechts Hunsrück, der IGS Bretzenheim, dem Haus des Erinnerns, dem Demokratiezentrum RLP und an unserem Arztmobil konnten sich die Besucher*innen darüber informieren, wie sie selbst aktiv werden können – ehrenamtlich oder mit Zivilcourage. Gleichzeitig gab es viele Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen. Nebenbei sind über 1.500 Euro Spenden für unsere gemeinnützige Arbeit zusammengekommen. Wir sagen Danke! Ein besonderer Dank geht an die Rheinhessen Sparkasse, die Lotto Stiftung RLP, den Demokratiefonds der Stadt Mainz und die SCHOTT AG, die das Festival finanziell ermöglicht haben sowie an das Mercure Hotel in Mainz für die Unterstützung. Danke außerdem an die Frustrierte Alte, Jenoveva, Joy Bogat, Hanne Kah und Bruchbude für die großartigen Performances, an Janboris Ann-Kathrin Rätz für die unterhaltsame und informative Moderation sowie an die Musikmaschine für die Organisation und die finanzielle Unterstützung und Tami Pirot für die schönen Fotos! Und natürlich danke an alle Helfenden und an alle, die da waren und das Festival zu dem gemacht haben, was es war. Gegen Ohnmacht hilft nicht, sich gegenseitig die Schuld zu geben. Wir können nur gemeinsam etwas entgegensetzen. Deshalb machen wir weiter. Wir freuen uns darauf, auch im nächsten Jahr wieder mit Ihnen zusammenzukommen! Sind Sie dabei,

„Nie wieder ist jetzt!“ am 22.08.26: Unser Mini-Festival geht in die dritte Runde!

Am Samstag, dem 22. August, heißt es im Innenhof des Landesmuseums Mainz wieder: „Nie wieder ist jetzt!“ Gemeinsam mit der Konzertagentur Musikmaschine laden wir bereits zum dritten Mal zum Mini-Festival gegen Menschenverachtung, für Toleranz, Vielfalt und Demokratie ein. Unsere Gesellschaft lebt von Solidarität, Respekt und Vielfalt. Gleichzeitig erleben wir, wie Hass, Ausgrenzung und demokratiefeindliche Positionen wieder lauter werden. Dem setzen wir Musik, Begegnung und Haltung entgegen. „Nie wieder ist jetzt“ ist ein Festival für alle, die sich für ein friedliches und solidarisches Miteinander einsetzen – unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder sozialem Status. Wir wollen ein Zeichen der Vielfalt setzen, für Sichtbarkeit, Toleranz und Demokratie. Am Sonntag, 22. August 2026 ab 14 Uhr im Innenhof des Landesmuseums in Mainz Symbolische Tickets gibt es hier für nur 2 Euro.Wir freuen uns über Spenden. Hier das Programm: Ab 14 Uhr erwartet Sie und Euch ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Begegnung und Austausch. Durch den Tag führt Janboris Ann-Kathrin Rätz, bevor fünf außergewöhnliche Acts die Bühne übernehmen. 14:30 UHR FRUSTRIERTE ALTE Den Auftakt macht Anja Heyelmann alias „Frustrierte Alte“. Als Mainzer Influencerin, Satirikerin und Autorin liest und erzählt sie aus ihrem Debüt „Schankmaid – Geschichten vom Kneipentresen“. Mit scharfem Humor, persönlichen Geschichten und einem feministischen Blick auf den Alltag zeigt sie, wie tief gesellschaftliche Ungleichheiten selbst in scheinbar harmlosen Situationen verankert sind. 15:30 UHR JENOVEVA Mit Jenoveva steht eine Mainzer Newcomerin auf der Bühne, die deutschsprachigen Indie-Pop mit New Wave, Pop-Rock und Synth-Pop verbindet. Ihre Songs erzählen direkt und ehrlich von dem, was oft unausgesprochen bleibt – persönlich, gesellschaftlich und emotional. Treibende Sounds treffen auf introspektive Texte und schaffen einen Sound, der gleichermaßen zum Nachdenken und Tanzen einlädt. 17:30 UHR JOY BOGAT Joy Bogat zählt zu den spannendsten Stimmen zwischen Soul, Alternative R&B und Indie. Ihre Musik verbindet große Emotionen mit feinem

Manchmal macht eine Flasche Wasser den Unterschied – unterwegs auf der Straße mit Mainz 05

„Helfen ist oft einfacher, als man denkt!“, schreiben die Aktiven von Mainz 05 nach unserem gemeinsamen Tag beim der Streetwork. Und weiter: „Helfen beginnt oft mit einer kleinen Geste. Sprechen Sie Menschen an, die an heißen Tagen in der prallen Sonne liegen, und wecken Sie sie gegebenenfalls vorsichtig. Bieten Sie Wasser an und fragen Sie, ob etwas benötigt wird. Auch ein freundliches Lächeln oder ein kurzes Gespräch können viel bewirken. Vor allem aber: Schauen Sie nicht weg. Aufmerksamkeit, Respekt und Mitmenschlichkeit kosten nichts – können für einen anderen Menschen aber einen großen Unterschied machen.“ Vielen Dank an den 1. FSV Mainz 05 und Partner Rosbacher für das tatkräftige Anpacken! Den ganzen Bericht von Mainz 05 finden Sie hier: https://www.mainz05.de/news/wasserspende

Vandalismus an Gedenk-Skulptur „diffamiert“: Stadt Mainz entfernt Schmierereien von NS-Mahnmal

Die Stadt Mainz hat Spuren von Vandalismus an der Skulptur „diffamiert“ entfernt.Die Skulptur steht vor der Kirche St. Peter an der Großen Bleiche. Sie bildet dort die Mitte eines Gedenkorts für die wohnungslosen Opfer des Nationalsozialismus.Unbekannte hatten auf dem Betonfundament Schmierereien hinterlassen. Unsere Kollegin Nele Wilk stellt fest: „Dieser Vandalismus führt uns schmerzlich vor Augen, wie aktuell der Kampf gegen die Ausgrenzung wohnungsloser Menschen noch immer ist. Wir danken der Stadt für das schnelle Handeln und werden uns weiterhin unermüdlich dafür einsetzen, dass von Armut betroffene Menschen gesehen, geschützt und respektiert werden.“ Armut und Gesundheit in Deutschland e.V. hatte die Aufstellung des Kunstwerks auf Initiative von Prof. Gerhard Trabert angestoßen und finanziert. Lesen Sie die gemeinsame Pressemitteilung von a+G und der Landeshauptstadt Mainz hier.

Helfen Sie uns, eine Wohnung für Herrn B. zu finden!

„Mein Name ist Vassilios B. Ich bin 69 Jahre alt und lebe seit einigen Jahren obdachlos in Mainz. Ich kennen den Verein Armut und Gesundheit seit einiger Zeit und konnte vergangenen Monat in eines der Genesungszimmer aufgenommen werden. Ich beziehe eine Rente und bekomme aufstockende Leistungen durch das Sozialamt. Es gelang mir in ein kleines Appartment in Mainz-Brezenheim einzuziehen und ich war grade damit beschäftigt es mir einzurichten und mich an die große Neuerung in meinem Leben zu gewöhnen. Leider musste ich, auf Grund von baulichen Nachbesserungen, die neue Wohnung bereits wieder verlassen. Ich bin dringend auf der Suche nach Wohnraum im Stadtgebiet Mainz und freue mich über Angebote.“ Wenn Sie etwas zu vermieten oder einen Tipp für Herrn B. haben, freuen wir uns sehr über Ihre Nachricht!Ansprechpartnerin ist Johanna Kerber und das gesamte Team des a+G-Arbeitsbereichs „Wohnen + Genesen“ Mail: wohnen.genesen@armut-gesundheit.deTel.: 06131 327 53 20

Aus Dankbarkeit: Ehemaliger Klient spendet 20.000 Euro

Als sich Michael Schweickert mit seinem Hilfegesuch an uns wandte, lebte der ehemals Selbstständige bereits seit über 27 Jahren ohne Krankenversicherung. Sein Gesundheitszustand hatte sich verschlechtert und er benötigte Unterstützung bei der Rückkehr ins Sozialsystem.Daraufhin wandte sich Herr Schweickert auf die Empfehlung einer Freundin hin 2018 an unseren Verein. Unsere Kollegin Nele Wilk begleitete ihn auf dem Weg zurück in die Krankenversicherung – mit Erfolg: Er war und ist wieder krankenversichert. Für diese Hilfe bedankt sich Herr Schweickert nun bei uns mit einer großzügigen Spende von 20.000 Euro.Das Geld stammt dabei nicht von Ihm selbst, sondern von seinem schwer erkrankten Nachbarn. Herr Schweickert begleitete diesen in seinen letzten Lebensmonaten und überzeugte ihn durch seine Lebensgeschichte, einen Teil des Erbes unserem Verein zu spenden. Wir sagen vielmals Danke! Spenden bleiben eine wichtige Stütze für unseren Verein und ermöglichen es uns, die Arbeit für Menschen in Notsituationen kontinuierlich fortzusetzen. Den kompletten Artikel vom SWR finden Sie hier.

Herr Schweickert mit Nele Wilk und SWR-Reporterin Tjada Huchtkötter

Gemeinsame Erklärung zum Weltflüchtlingstag

Anlässlich des bevorstehenden Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2026 warnen wir gemeinsam mitdem Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz,dem Flüchtlingsrat RLP e.V.,Medinetz Mainz e.V.und der Clearingstelle Krankenversicherung RLPvor den gesundheitlichen und sozialen Folgen einer zunehmend restriktiven Flüchtlingspolitik. Wir fordern, dass der Zugang zur Gesundheitsversorgung unabhängig vom Aufenthaltsstatus sichergestellt wird. Soziale Leistungen dürfen nicht weiter eingeschränkt und bestehende Bleiberechte nicht faktisch entzogen werden! Die vollständige Erklärung mit Kontaktpersonen für Nachfragen ist hier zu finden.

a+G Laufteam: Schritt für Schritt gegen Ausgrenzung!

Im Frühjahr haben wir unser neues a+G Laufteam ins Leben gerufen. Als passionierte Läufer*innen verbinden wir auf diese Weise unsere Leidenschaft für den Sport mit sozialer Verantwortung. Unser erstes Ziel ist es, durch unseren Einsatz beim gemeinsamen Training und bei Laufevents öffentlich für unsere gemeinnützige Arbeit bei a+G zu werben und neue Unterstützer*innen zu gewinnen. In der Zukunft möchten wir darüber hinaus Menschen in schwierigen Lebenslagen den Zugang zum Sport ermöglichen. Wir bieten dafür Training an und unterstützen bei der nötigen Ausrüstung. Um diese Ziele zu erreichen, benötigen wir starke Partner. Wir freuen uns daher sehr, dass wir LaufZeit Mainz für dieses Projekt gewinnen konnten. LaufZeit Mainz schafft den professionellen Rahmen für Training und Ausrüstung. Gemeinsam verfolgen wir unser Vorhaben: Bewegung, Gesundheit und gesellschaftliches Engagement sichtbar miteinander zu verbinden. Werden Sie Teil unserer Bewegung! Unser nächstes großes Ziel ist der Gutenberg-Halbmarathon 2026 – aber auch danach geht der Lauf natürlich weiter. Seien Sie dabei und setzen Sie mit uns ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für ein solidarisches Miteinander. Dafür suchen wir engagierte Menschen in verschiedenen Rollen: Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Laufteam“ an mitmachen@armut-gesundheit.de. Lassen Sie uns gemeinsam Kilometer für den guten Zweck sammeln. Schritt für Schritt gegen Ausgrenzung!

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