Aktuelles

Vor einem Banner von a+G stehen 5 Menschen: Jari Trabert, Sebastian Maaßen, Nele Wilk und Katharina Holl von a+G und in der Mitte Finanzministerin Doris Ahnen.

Finanzministerin Ahnen zu Besuch bei uns

Vergangene Woche hatten wir die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen zu Gast. Sie besichtigte unsere Räumlichkeiten und informierte sich über die Arbeit unseres Vereins, besonders über die von uns getragene und vom Land finanzierte Clearingstelle Krankenversicherung Rheinland-Pfalz.Wir bieten Menschen, die keinen oder keinen ausreichenden Krankenversicherungsschutz haben, medizinische Versorgung an, und unterstützen sie dabei, wieder einen Weg in die Krankenversicherung und damit zurück in die soziale Absicherung zu finden. Für viele Betroffene ist dieser Weg ohne Beratung kaum zu bewältigen. Fast 1000 Menschen in Rheinland-Pfalz konnten wir so wieder in die reguläre Krankenversicherung vermitteln.„Gesundheit darf keine Frage der sozialen Herkunft sein. Der…

Weiterlesen
1 2 3 4 5 … 78 79 80 81

Veranstaltungstipps

Ausstellung Kinderarmut

„Reich an Ideen, arm an Chancen“: Kunst von Kindern und Jugendlichen gegen Armut

Von Montag, 28.09.2026 bis Donnerstag, 29.10.2026
Ganztägige Veranstaltung
Hauptbahnhof Mainz

Kinder und Jugendliche, die in Armut aufwachsen, haben viele Ideen, Wünsche und Talente. Mit dem Projekt „Reich an Ideen! Arm an Chancen!“ wollen wir ihre Perspektiven sichtbar machen und ihnen Raum für kreative Teilhabe geben.

Im Juli und August 2026 haben die JugendKulturWerkstatt Pirmasens und der Jugendkunstschule Kunstworkshops an verschiedenen Orten in Mainz durchgeführt. Auch die Kinder unseres Street Jumpers waren dabei. Sie gestalteten große Wunschmotive, Keramikteller und eigene Songs.

Jetzt werden ihre Werke öffentlich sichtbar: Vom 28. September bis 16. Oktober 2026 ist die Ausstellung im Mainzer Hauptbahnhof zu sehen.

Sie macht auf die Ungerechtigkeiten von ungleichen Chancen und Kinderarmut aufmerksam und zeigt zugleich die Kreativität und Zukunftsideen der Kinder und Jugendlichen.

Die Ausstellung wird am 28. September um 15 Uhr von der Mainzer Sozialdezernentin Jana Schmöller eröffnet. Das Bahnhofsmanagement stellt die Ausstellungsfläche zur Verfügung, Ströer zeigt zusätzlich Motive auf seinen Infoscreens. Gefördert wird das Projekt von der GlücksSpirale.

Wir laden Sie herzlich ein, die Ausstellung zu besuchen, die Kunstwerke zu entdecken und sich von den Ideen und Wünschen der Kinder inspirieren zu lassen.

Eintritt frei.

Mehr zum Projekt beim Mainzer Bündnis Gleiche Chancen für Kinder und Jugendliche

bridges Kammerorchester

Benefizkonzert mit dem Meyjana Trio: Musik baut Brücken

Freitag, 06.11.2026
19:00 Uhr
Kirche St. Ignaz Mainz

Im vergangenen Jahr hat unser Projekt M.U.S.I.C. of Hope gezeigt, wie Musik Menschen über kulturelle und geografische Grenzen hinweg verbinden kann.

Diese Idee führen wir in diesem Jahr weiter mit diesem besonderen Benefizkonzert in Mainz:

Im November ist das Meyjana Trio bei uns zu Gast:
drei Musiker, die unterschiedliche musikalische Traditionen, Erfahrungen und kulturelle Einflüsse zusammenbringen. In ihrem gemeinsamen Spiel begegnen sich verschiedene musikalische Sprachen, persönliche Geschichten und vielfältige Einflüsse. Daraus entsteht ein lebendiger Austausch, in dem Vertrautes auf Neues trifft und Inspiration in beide Richtungen fließt.

Die Musiker des Meyjana Trio Rabie Azar (Viola), Salim Salari (Tar) und Ramin Rahmi (Perkussion und Gesang) verbinden ihre Musiktraditionen – auch improvisierend – zu etwas Neuem und lassen dabei Klänge u. a. aus dem Irak, dem Iran, der Türkei, Aserbaidschan, Syrien und dem Balkan sowie Elemente europäischer Klassik miteinander verschmelzen. Der künstlerische Ausdruck deckt ein breites Spektrum ab: von melancholisch, bewegend und energetisch bis unbeschwert, ausgelassen und fröhlich.

In Aserbaidschan und Persien bezieht sich das Wort Meyjana (Aserbaidschanisch: Meyxana, Persisch:  میخانه‌ ) auf eine Art Treffpunkt, eine Bar, in der sich Menschen begegnen, sich austauschen und miteinander diskutieren – mal laut, mal leise, mal amüsant, mal erhellend. In der Volksliteratur Aserbaidschans sowie arabischer Kulturen bezeichnet Meyjana ein Gedicht improvisatorischen Charakters, bestehend aus Strophen zu je vier Versen, dessen ersten drei Verse Raum für Improvisation und kontroverse Standpunkte bieten, während der vierte als gleichbleibender Refrain – häufig mit thematischem Bezug zu Politik, Gesellschaft oder Liebe – behandelt wird. Hiervon inspiriert, lebt die Musik des Meyjana Trio von der beflügelnden Verbindung verschiedener (Musik-) Kulturen mit Elementen der Improvisation.

Gemeinsam mit dem bridges Kammerorchester laden wir zu einem besonderen Konzertabend ein, bei dem nicht nur außergewöhnliche Musik im Mittelpunkt steht, sondern auch die Begegnung miteinander. Ein Abend des Zuhörens, des Austauschs und des gemeinsamen Erlebens; und zugleich ein Konzert für einen guten Zweck, denn alle Einnahmen fließen in unsere gemeinnützige Arbeit.

Für diesen besonderen Abend öffnen sich die Türen der St. Ignaz Kirche in Mainz:
ein Ort mit einer ganz eigenen Atmosphäre, der der Musik einen wunderbaren Raum gibt.

Der Ticketverkauf startet bald.
Wir freuen uns darauf, das Konzert gemeinsam mit Ihnen erleben zu dürfen.

Ein kleiner Vorgeschmack: Meyjana beim Festival im Vogelviertel:

Besetzung:

Rabie Azar studierte Viola in Damaskus und ist sowohl in klassisch-europäischer, in traditioneller und klassischer arabischer Musik sowie in zeitgenössischer Pop-Musik ausgebildet. Er war u. a. Mitglied des Syrischen Nationalorchesters, des National Syrian Orchestra of Arabic Music sowie des Mediterranean Orchestra. Internationale Tourneen führten ihn u. a. nach Spanien, Italien, in die Türkei, Marokko, Tunesien, Jordanien, den Libanon und die Arabischen Emirate. Zudem lehrte Rabie Azar Violine und Viola an der Al Baath Universität, Homs und dem Sulhi al Wadi Institut für Musik in Damaskus. Er ist Gründungsmitglied sowie Komponist und Arrangeur des Bridges Kammerorchester und Mitglied der Bridges Ensembles Meyjana Trio und Lel.

Salim Salari spielt seit seinem dreizehnten Lebensjahr die aserbaidschanische Langhalslaute Tar und war Mitglied in verschiedenen Ensembles und Orchestern in Tabriz, der Hauptstadt von Ost-Aserbaidschan im Iran, wie u. a. im Kammerorchester des Rundfunks. Seit 2016 lebt er in Deutschland und spielt im Bridges Kammerorchester, für das er auch komponiert, sowie in den Bridges Ensembles Turnalar Quartett und Meyjana Trio. Zudem absolvierte Salim Salari ein Bachelor- sowie ein Masterstudium im Bauingenieurwesen.

Ramin Rahmi startete seine Musikkarriere mit vier Jahren zunächst mit den persischen Perkussionsinstrumenten Tombak und Daf, bevor er an der Musikhochschule in Teheran die persische Langhalslaute Tar sowie Musikwissenschaft studierte. Er setzte seine Ausbildung am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau fort und studierte des Weiteren bei hochangesehenen Meistern der traditionellen persischen Musik wie Mohamadreza Lotfi und Hosein Alizadeh. Ramin Rahmi konzertierte u. a. im Iran, Italien, Deutschland, Schweden, Frankreich und Russland. Er ist Gründungsmitglied des Bridges Kammerorchester und darüber hinaus Mitglied des Bridges Ensemble Meyjana Trio. 

Ein Foto von der Ausstellung. Man sieht groß den Buchtitel und dahinter klein verschiedene Ausstellungstafeln.

Schattenleben – eine comicjournalistische Ausstellung

Von Montag, 09.11.2026 bis Freitag, 13.11.2026
Ganztägige Veranstaltung
Kulturei, Zitadellenweg 1, Mainz

Ausstellung „Schattenleben – Menschen ohne Papiere erzählen“

Wir haben im vergangenen Jahr maßgeblich an der Erarbeitung der Graphic Novel „Schattenleben – Menschen ohne Papiere erzählen“ mitgewirkt. Das Buch beleuchtet die Herausforderungen von Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität und erzählt von Menschen, die trotz schwieriger Bedingungen für ihre Rechte kämpfen – mit ganz konkretem Bezug zu unserer Arbeit.

Nun werden die Geschichten aus dem Buch auch in einer Wanderausstellung gezeigt:

Brienne aus Thailand entkam der Zwangsprostitution und brachte ihre Chefin vor Gericht.
Dâu erlebte Ausbeutung in der vietnamesischen Community, aber auch große Solidarität.
Charlotte aus dem Senegal hätte ihr Kind fast auf der Straße bekommen, weil sie keinen Arzt aufsuchen konnte.
Nasir kämpft seit 25 Jahren um Papiere, obwohl die Pfalz längst sein Zuhause ist.

Die Geschichten sind eingebettet in den politischen Kontext in Deutschland und Europa. Tafeln liefern Einordnungen zu den Themen Arbeit, Gesundheit, Abschiebungen und Regularisierung sowie zum Making-of des Projekts.

Sechs Jahre lang haben die Autor*innen Lisa Frühbeis und Jonas Seufert Menschen ohne Papiere, Beratungsstellen, Initiativen und Wissenschaftler*innen getroffen und ihre Ergebnisse mit den Mitteln des Comicjournalismus dokumentiert.

Der Comic wahrt die Anonymität der porträtierten Menschen. Die Geschichten sind in enger Zusammenarbeit mit ihnen entstanden.

Wir laden Sie herzlich ein, die Ausstellung im November in der Kulturei zu besichtigen. Details zum Rahmenprogramm folgen.

Nach oben scrollen