Globale Projekte

Armut und fehlender Zugang zu Gesundheitsversorgung ist ein weltweites Problem. Daher unterstützen wir auch internationale Gesundheitsprojekte.

Aktuell sind wir in Kobanê/Rojava/Syrien, Nairobi/Kenia und auf Lesbos/Griechenland aktiv.

Kobanê/Rojava/Syrien

Seit 2017 unterstützen wir eines der wenigen langfristig aktiven medizinischen Angeboten in Kobanê in der selbstverwalteten Region Rojava im Nordosten Syriens.

Trotz Krieg, Instabilität und Angriffen wird dort ein demokratisches und solidarisches Zusammenleben organisiert. Unser Ziel ist es, Zugang zu Gesundheitsversorgung für Menschen in Armut sicherzustellen.

Versorgung von Diabetes-Patient*innen

Unser Diabeteszentrum, eine medizinische Anlaufstelle mit Schwerpunkt Diabetes und Diabetischer Fuß, haben wir 2018 aufgebaut und ermöglichen seither den laufenden Betrieb.

Nach der Zerstörung des Gebäudes durch einen Angriff Ende 2023 finanzierten wir den vollständigen Neubau eines Gesundheitszentrums, in dem nun auch andere medizinische Angebote Platz finden, darunter ein Impfzentrum für Kinder und Leishmaniose-Patient*innen, ein Dialyse-Angebot, eine Apotheke sowie ein Rettungswagen-Team der Stadt Kobanê.

Geleitet wird unser Diabeteszentrum von Dr. Basrawi Ali, der fest bei uns angestellt ist. Den laufenden Betrieb stellen mehrere Mitarbeitende sicher: ein Arzt, zwei Krankenschwestern, eine Labortechnikerin, eine Reinigungs- und eine Verwaltungkraft.

Das Team versorgt jährlich mehr als 3.700 Patient*innen, die die Untersuchungen und ihre Diabetes-Medikamente kostenlos bekommen, weil sie sie sich sonst nicht leisten könnten. Es gibt außerdem einen Fahrdienst für immobile Patient*innen.

Gesundheitsversorgung für Frauen, Schwangere und Kinder

Im Waisenhaus Kobanê, das von einer Fraueninitiative betrieben wird, haben wir einen Untersuchungsraum eingerichtet und finanzieren medizinisches Fachpersonal (eine Kinderärztin, zwei Krankenschwestern und eine Hebamme). Dadurch können Kinder, Schwangere und Familien aus der Umgebung kostenlos medizinische Versorgung bekommen. Pro Jahr nutzen etwa 750 Frauen und 600 Kinder dieses Angebot.

Korogocho-Slum/Nairobi/Kenia

Das Korogocho-Slum ist direkt an einer riesigen Müllhalde in Nairobi gelegen. Die Lebensbedingungen der Bewohner*innen sind sehr schwierig. Die Organisation Redeemer Lives Support Centre bemüht sich, dort vor allem Kindern und Jugendlichen gesunde Möglichkeiten zu bieten. Sportliche Aktivitäten und Schulunterricht mit Verpflegung sind für die Kinder gute Alternativen zur „Arbeit“ auf der Müllkippe, wo die Kinder sonst nach Essbarem suchen.

Wir ermöglichen der Organisation seit 2023 ein Schul- und Ernährungsprogramm für 80 Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter.

Korogocho-Slum/Nairobi/Kenia

Das Korogocho-Slum ist direkt an einer riesigen Müllhalde in Nairobi gelegen. Die Lebensbedingungen der Bewohner*innen sind sehr schwierig. Die Organisation Redeemer Lives Support Centre bemühr sich, dort vor allem Kindern und Jugendlichen gesunde Möglichkeiten zu bieten. Sportliche Aktivitäten und Schulunterricht mit Verpflegung ist für die Kinder eine Alternative zur „Arbeit“ auf der Müllkippe sein, wo die Kinder sonst nach Essbarem suchen.

Wir ermöglichen der Organisation seit 2023 ein Schul- und Ernährungsprogramm für 80 Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter.

LESBOS/GRIECHENLAND

Nach wie vor müssen viele Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, unter furchtbaren Bedingungen an Europas Außengrenzen ausharren. Besonders für Menschen mit körperlichen Einschränkungen bleibt die Lage menschenunwürdig.

Seit 2017 unterstützt unser Verein deshalb verschiedene Initiativen, die sich für die medizinische Versorgung dieser Menschen einsetzen, z. B. The Earth Medicine unter der Leitung der Physiotherapeutin Fabiola Velasquez.

Für zahlreiche Hilfseinsätze waren auch Mitglieder unseres Vereins vor Ort. Prof. Dr. Gerhard Trabert reiste mehrfach zur Versorgung von Menschen mit Amputationen und zur Übergabe von in Mainz hergestellten Prothesen nach Lesbos und Dr. Margret Pohl zur Behandlung von geflüchteten Kindern.

Abgeschlossene Projekte

In der Vergangenheit waren wir in vielen Ländern aktiv:

Ukraine:
Hilfseinsätze und Kooperationen; 2022–2025
Republik Côte d’Ivoire:
Unterstützung für eine Schulrenovierung, Transport von Gehhilfen; 2022–2025
Italien:
Unser altes Arztmobil für Gesundheitsversorgungsprojekte der NGO InterSOS; 2020–2025
Afghanistan:
Hilfseinsatz und finanzielle Unterstützung für Frauen- und Kinderklinik; 2011/2025
Rumänien:
Unterstützung eines Krankenhauses und Altenheims, Hilfstransporte mit medizinischen Geräten und Medikamenten, die wir nicht mehr nutzen können; 1997–2024
Kenia:
Finanzierung eines Arztmobils und Fachkräften zur Versorgung von Straßenkindern in Kisumu; 2014–2024
Mittelmeer:
Seenotrettungs- und Beobachtungsaktionen; 2015–2024
Griechenland:
Bemühungen für einen würdevollen Gedenkort für Menschen, die auf der Flucht auf Lesbos verstorben sind; 2020–2024
Türkei:
Hilfseinsätze zur medizinischen Versorgung von flüchtenden Menschen, 2015–2016
Sachspendentransporte und Hilfseinsätze zur kinderärztlichen Versorgung nach dem Erdbeben, 2023
Bosnien:
Medizinische Versorgung von geflüchteten Menschen; 2021
Benin:
Einsatz in einem Waisenhaus; 2019
Irak:
Hilfseinsatz; 2017
Bali:
Hilfseinsatz zur Versorgung psychisch erkrankter Menschen; 2013–2014
Libanon:
Hilfseinsatz zur Versorgung geflüchteter Menschen; 2013
Sri Lanka:
Hilfseinsatz nach dem Tsunami; 2005

Unterstützen Sie unsere projekte im ausland!

Leider mussten wir viele Projekte mangels Spendengeldern bereits einstellen.
Helfen Sie uns, unsere Kooperationen aufrechtzuerhalten!
Jeder Cent, den Sie uns überweisen, wird zum Erhalt unserer Projekte eingesetzt.

Nach oben scrollen